Cuba besitzt die wohl mit Abstand beeindruckendste Geschichte in Mittelamerika.
Die Höhen und Tiefen Cubas beeinflussten zeitweise dramatisch das
politische Geschehen in der gesamten Welt. Auf Cuba schufen bedeutende
Baumeister für diese Epoche die wohl schönsten Gebäude in
der Karibik. Großartige Schriftsteller, hervorragende Musik- und
Tanzgruppen, Künstler aber auch Gangsterbosse dieses Jahrhunderts
prägten den Mythos.
3500 v.Chr. kam der Indianerstamm der Guanahatabey
als Jäger und Sammler nach Cuba. Später ließ sich
dort auch der Stamm der Siboney nieder. Diese beiden
Stämme wurden um 1100 n.Chr. von den besitzergreifenden
Taino von Südamerika unterworfen. Um 1490 bevölkerten

Plaza de Martes
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Das Rathaus am Parque Cespedes
etwa 100.000 Indianer die Insel. Unter
Christopher Columbus landeten im Jahr 1492 am 28. Oktober die ersten
Europäer auf Cuba.
In der Nähe von Baracoa wurde von dem Spanier Diego de Velaquez im
Jahre 1512 die erste europäische Siedlung gegründet.
Nur drei Jahre später, im Jahr 1514 gründeten die Spanier
die erste Hauptstadt Cubas, Santiago de Cuba.
Gebäude und Plätze erinnern noch heute an diese Zeit. Besonders Parque
Cespedes hinterlässt einen kolonialen Eindruck mit der Kathedrale,
dem Rathaus und einem der ältesten Gebäude der Stadt. 1522 liefen
die ersten Sklavenschiffe auf der Insel ein. Im Jahre 1519 wurde
die Stadt Havana am anderen Ende der Insel gegründet. Bereits 1534 wurde
von den Spaniern die erste
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Zuckermühle in betrieb genommen. Im Jahr 1547 wurde erstmalig
Zuckerrohr auf der Insel angebaut. Etwas wankelmütig wurde dann im
Jahre 1558 Havana die Hauptstadt
Cubas.
Spanien erklärt Havanna 1561 zum Sammelpunkt seiner Flotte. 1762 eroberten
die Briten die Insel und hielten Cuba fast ein Jahr besetzt, tauschten
sie aber später gegen Florida ein. Die Zeit um das Jahr 1780 war
der Beginn des organisierten Sklavenhandels im großen Stil. Es wurden
zu dieser Zeit viele Afrikaner verschleppt und hier auf Cuba unterdrückt.
Um 1800 ließen sich über 30.000 französische Zuckerrohrpflanzer,
aus Haiti durch einen Sklavenaufstand vertrieben, auf Cuba nieder. Während
dieser Zeit wurden die Indianer wie die verschleppten Farbigen versklavt,
unterdrückt und ausgebeutet. Der Sklavenhandel hatte Hochkonjunktur
und Cuba wurde weltgrößter Zuckerexporteur.
1868 führte Carlos Manuel de Cespedes die
Arbeiter in einen 10-jährigen Unab- hängigkeitskrieg
gegen die Spanier an. Ihm ist in Santiago der zentrale
Platz der Stadt gewidmet. Daraufhin wurde 1880 endlich
die Sklaverei abgeschafft. Die Beendigung der Kolonialherrschaft
der Spanier wurde als oberstes Ziel jedoch nicht erreicht.
15 Jahre später, im Jahr 1895 begann
der zweite Unabhängigkeitskrieg, der ebenfalls
scheiterte.
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