Bevor Cuba zum Spielball der Weltmächte wurde, florierte
das Geschäft mit dem Zucker. Cuba war weltweit Zuckerexporteur
Nr.1. Hiervon profitierten jedoch lediglich Minderheiten
und die Mehrheit des Volkes lebte in Armut.
1959 verstaatlichte die Revolutions- regierung über 90 Prozent der
Industrie und rund 70 Prozent des Cubanischen Agrarlandes. Zuvor gehörten
16 Prozent des Landes den Kleinbauern, der Rest lag in den Händen
von Großgrundbesitzern und Zuckergesellschaften dessen Besitz zum
Teil noch aus der Sklavenzeit stammte.
Die Sowjetunion sponserte die Regierung Cubas, nachdem die USA ihr Handelsembargo
verhängte. Die Hilfen beliefen sich bis etwa 1985 auf etwa 40 Milliarden
US-Dollar. Später erhööhten sich die Zuschüsse auf etwa fünf Milliarden
jährlich. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann eine lange
Durststrecke für das Volk auf Cuba. Es begann die sogenannte Periode
Especial. 1993 wurde die Gründung von privaten Unternehmen wieder
zugelassen. Nach einer mehrere Jahre andauernden Wirtschaftskrise stieg
das Bruttoinlandsprodukt ab 1994 wieder und konnte in den Folgejahren stabilisiert
werden. Dem Volk wurde mit weiteren Zugeständnissen die Möglichkeit gegeben,
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dem sich wieder aufbauenden Tourismus zu partizipieren.
Bis heute wird bei den Gesetzlockerungen sehr viel Wert
auf den Schutz des Volkes gelegt. Der Einstieg großer ausländischer
Unternehmen die lediglich das Ziel haben Land und Leute
auszubeuten, soll mit entsprechenden Gesetzen verhindert
werden.
Verkehrswesen
Das Straßennetz Cubas ist mit seinen
rund 48.000 km etwa 4 mal so groß wie sein Eisenbahnnetz.
Mehr als zweidrittel der Schienenstrecken verbinden die Zuckerplantagen
mit den Fabriken.
Alte Straßen - noch ältere
Straßenkreuzer
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Energie
Die Stromversorgung wird mit Verbrennungskraftwerken
gewährleistet. Die Anlagen wie das gesamte Stromnetz
sind sehr marode und bei leichten Unwettern oder Feiertagen
mit größerer Last schnell gestört. Häufig
kommt es, wenn auch nur zu kurzen Stromausfällen.
Die Stromerstellung basiert fast ausschließlich
auf importiertem Erdöl.
Landwirtschaft
Cuba gehört bis heute zu den führenden Zuckerproduzenten der
Welt. Die Zucker- rohrplantagen nehmen noch immer 40 Prozent des gesamten
Ackerlandes ein. Zu Beginn der neunziger Jahre wurden jährlich etwa
70 Millionen Tonnen Zuckerrohr geerntet. Dies
waren 75 bis 90 Prozent des Staatshaushalts
Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz
Pinar del Río angebaut wird. Ein wesentlicher Teil der Ernte wird
zu den berühmten Habana-Zigarren verarbeitet. Weitere wichtige landwirtschaftliche
Erzeugnisse sind Kaffee, Zitrusfrüchte, Ananas, Reis, Kakao, Bohnen,
Bananen, Mais, Baumwolle, Kartoffeln und Tomaten.
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